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Sehr geehrten Veranstalter und Pokerspieler,

die DPMDV-Einzel-2010 ist Geschichte und wir haben einen neuen Meister der Veranstalter. Aber fangen wir mal ganz von vorne an! Die DPMDV-Einzel war ursprünglich ein Multitable-Turnier, bei dem je Veranstalter nur ein Spieler starten konnte. Dieser Modus ist fair und sportlich um den Meister der Veranstalter zu ermitteln, hat aber den Nachteil, dass er sehr kostenintensiv für Spieler und Organisatoren der DPMDV ist. Die Erweiterung auf vier Spieler pro Veranstalter macht die Anreise für die Teilnehmer bezahlbarer und für die DPMDV bringt es mehr Teilnehmer. Der Änderung haben wir es wohl zu verdanken, dass 98 + 1 Spieler an der diesjährigen Einzelmeisterschaft teilnahmen, worüber wir uns sehr freuen.

Kommen wir nun zu dem Thema, welches schon im Vorfeld sehr heiß diskutiert wurde, der Struktur und dem Modus. Die DPMDV-Einzel-2010 war aufgeteilt in HEAT 1, HEAT 2 und dem Finale. Pro HEAT konnten sich 25 Spieler qualifizieren und es wurden pro HEAT, 5 Stunden angesetzt. Sollten bis dahin mehr als 25 Spieler am Tisch sitzen, schieden die Spieler mit dem niedrigsten Stack automatisch aus. Eine weitere Besonderheit, Spieler konnten den erspielten Stack aus den HEATS nicht in das Finale mitnehmen. Für den Spieler mit dem niedrigen Stack gut, für den mit dem hohen Stack schlecht! Diese Fakten sorgten dafür, dass fast alle Hamburger Vereine, Clubs und Veranstalter demonstrativ eine Protestnote abgaben und dem Event fernblieben. Diesen Umstand bedauere ich sehr, möchte aber auf die Besonderheit eines Sportlers und seiner Sportart verweisen. Ein guter Sportler trainiert für gewöhnlich vor einem Event, bis er mit seiner Leistung zufrieden ist. Er studiert auch die Besonderheiten eines Events, seine Regeln und die Leistungsanforderung. Wenn er zudem ein Profi-Sportler ist, studiert er auch seine Gegner bzw. das Teilnehmerfeld. Aus allen Fakten entsteht schließlich eine Strategie, mit welcher der Sportler seine beste Leistung und letzten Endes Ergebnis abrufen kann.
Sofern Pokern eine Sportart ist und der Spieler ein Sportler, ist jede Kritik Seitens des Sportlers über die zu spielende Struktur, indirekt eine Kritik an seine eigenen Vorbereitung. Natürlich werden viele Spieler sofort protestieren und mit Gegenargumenten kontern. Dem gegenüber möchte ich ein Beispiel aus einer „anerkannten“ Sportart bringen: ein Sprinter nimmt selten an einem Marathon teil und würde er es tun, so würde er nur eine schlechte Platzierung unter den Top-Sprintern erzielen. Umgekehrt könnte auch ein Marathon-Läufer nie eine gute Platzierung beim sprinten erzielen.
Die Chancen verändern sich jedoch, wenn beide Sportler die jeweils andere Disziplin trainieren (über einen langen Zeitraum). Eine ebenso sichere Prognose wie zuvor über deren Platzierung, würde ich mir dann nicht mehr zutrauen.
Wie bei der Disziplin Laufen, verhält es sich auch mit dem Poker! Erfordert eine besondere Struktur eine besondere Spielweise, so ist diese zu finden, trainieren und anzuwenden. Ein Profi passt seine Spielweise der Struktur an, denn die Struktur wird sich sicherlich nicht an die Spielweise des Profis anpassen! Diese etwas längere Ausführung soll meine persönliche Einstellung zum Pokersport klarstellen. Die Spieler entscheiden schließlich selbst, ob Sie in dieser Struktur fit sind oder nicht.

Kommen wir nun zum Event selbst. Am Samstag den 30. Oktober, pünktlich um 11:00 Uhr, startet nach einer kurzen Begrüßung durch Marek Kozuch (Erfinder der DPMDV) und Sven Steinmetz (Luenepoker/Organisator der DPMDV) HEAT 1.
49 Spieler kämpften in 5 Stunden um einen hohen Stack, damit Sie sich für das Finale qualifizieren. Nach etwas mehr als 4 Stunden war die Teilnehmerzahl runter auf 25 Spieler, sodass die Stacks nicht mehr ausgezählt werden mussten. Für einige Spieler hörte es sich wie ein Segen an, da Sie nur noch über einen kleinen Stack verfügten und demnächst selber ausscheiden würden.

In HEAT 2, welches auch nach einer kurzen Begrüßung pünktlich um 17:00 Uhr anfing, waren noch 26 Spieler an den Tischen als die 5 Stunden um waren, sodass der Spieler ausgezählt wurden und der Spieler mit dem niedrigsten Stack ausschied. Zu diesem Zeitpunkt war sicher, dass Andreas Schönrock (Einzel-Meister-2008) und Werner Plank (TEAM-Meister-2009) sich fürs Finale qualifizierten. Nach dem die 50 Final-Teilnehmer feststanden und der amtierende Titelverteidiger (Jens Hartmann, Einzel-Meister-2009) automatisch fürs Finale gesetzt war, startete das Finale mit 51 Teilnehmern. Es muss hier erwähnt werden, dass trotz der Uhrumstellung, alle Teilnehmer sich pünktlich beim Check-In meldeten, sodass das Finale pünktlich um 11:00 Uhr starten konnte. Leider können wir nicht alle spannenden Hände nacherzählen und verweisen auf unsere Community, in der Ihr Eure Hände und Erfahrungsberichte publizieren könnt.
Gerne würde ich Eure Meinungen über die DPMDV lesen bzw. hören.

Der erste DPMDV-Meister Andreas Schönrock (Einzel-Meister-2008) schied beim All-In mit KK gegen AA aus, nachdem Flop, River und Turn für den Gegenspieler ein Full-House (AAA22) zeigte. Er belegte damit für den Pokerclub Five Diamonds Berlin e.V. den 33 Platz.
Der amtierende Einzel-Meister Jens Hartmann erreichte den Finaltable und musste schließlich mit QQ gegen 88 kapitulieren. Der Gegenspieler trifft natürlich auf dem River seine dritte 8, sodass der amtierende Meister ein respektablen 5 Platz belegt.
Gegen 18:30 Uhr im Heads-Up stand der Sieger eigentlich schon fest, den sowohl Christopher Knobling und Kevin Lenkeit traten für den selben Veranstalter an. Es musste nur noch entschieden werden, ob der Poker-Club Schleswig-Holstein TEAM „Itzehoe“ oder der Poker-Club Schleswig-Holstein TEAM „Heide“ die besseren Spieler hat.
Es stellte sich dann heraus, dass TEAM-Itzehoe mit Christopher Knobling die besseren Karten hatte und den Meistertitel „DPMDV-EINZEL-2010“ holte!

Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg.
Die Top drei Spieler der DPMDV, beweisen in der Royal-Flush-Masters-2010 Ihr Können!

Euer Marek Kozuch
(DPMDV-Erfinder)